Osteopathie

Andrew Taylor Still, noted as one of the founders Osteopathic medicine; Quelle:Wikipedia
Andrew Taylor Still, noted as one of the founders Osteopathic medicine; Quelle:Wikipedia

Osteopathie ist ein medizinisches Konzept, welches von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (siehe Bild) vor 130 Jahren erarbeitet wurde. Es handelt sich um ein manuelles Befundungs- und Therapieverfahren des menschlichen Körpers.

 

Der Ansatz der Osteopathie ist einfach: Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Dort wo Bewegung verhindert wird, macht sich Krankheit breit. Die Osteopathie untersucht kleine und große Bewegungen des Körpers, hilft Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu lösen.

 

Unser Körper ist ständig äußeren und inneren Einflüssen ausgesetzt, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen würden, hätte er nicht die Fähigkeit zur Kompensation. Gelingt es dem Körper zu kompensieren, können wir von Gesundheit sprechen. Erleidet der Körper eine Fehlfunktion bzw. Bewegungseinschränkung zum Beispiel durch einen Unfall oder ein Trauma ist die Kompensationsfähigkeit vermindert und mittel- oder langfristig können sich Krankheiten als Folge einschleichen, welche sich durch verschiedenste Beschwerden und Symptome äußern. Der Osteopath versucht der Ursache der Fehlfunktion aufzuspüren und zu lösen.

 

Solche Fehlfunktionen können in verschiedenen Teilbereichen und Systemen des Körpers auftreten:

 

  •  im parietalen System: den Bewegungsapparat betreffend (Muskeln, Gelenke, Nerven, Bänder, Knochen)
  • im viszeralem System: den Organbereich betreffend
  • im cranio-sacralen System: ein funktionelles System zwischen Schädel und Becken

 

Dabei betrachtet die Osteopathie den menschlichen Körper immer als untrennbare Einheit, untersucht die Teilbereiche, setzt sie funktionell miteinander in Relation, um dann gezielt bestimmte Bereiche zu behandeln.